Winterhawk (1975)

Amerika, 1840: Als der Stamm der Blackfoot-Indianer an Pocken erkrankt, macht sich deren Häuptling Winterhawk auf zu einer Siedlung von Weißen. Er hofft, dort im Tausch gegen seine Pelze ein heilendes Serum zu bekommen. Aber die Weißen töten Winterhawks Freunde und rauben die Pelze. Der Indianer sinnt auf Rache.

 

Im Jahr 1975 schuf Regisseur Charles B. Pierce den “realistischen” Spät-Western WINTERHAWK. Nur ein Jahr später drehte er den Film “Der Umleger“, der unter anderem auf wahren Begebenheiten ruhen soll. Zu seinen weiteren Werken zählen Filme wie “The Legend of Boggy Creek” von 1973 und “Black Deals” von 1974.

In WINTERHAWK kommen die Indianer mal wieder nicht sonderlich gut weg. Aufbau der Story ist eine Krankheit namens “Pocken” die von den weißen neuen Bewohnern des Landes eingeschleppt wurde und die Familien der Weißen und der Indianer unaufhaltsam dezimiert. Was heutzutage eine recht harmlose Kinderkrankheit ist, war zur Zeit des Geschehens sehr gefährlich und nur schwer heilbar. Zwar gab es ein Heilmittel, doch war es noch nicht für jedermann zugänglich.

WINTERHAWK heißt auch unsere Hauptfigur. Ein Häuptling der Blackfoot-Indianer. Durch einen Trapperfreund wird er dazu aufgefordert sich zu den Weißen zu begeben, um dort das Serum für die Pocken zu bekommen. Im Eintausch gegen die beliebten Pelze der Indianer. Doch mißmutig und mit einem komischen Gefühl begibt sich WINTERHAWK auf die Reise. Doch er wird brutal überfallen und ihm werden die Tauschmaterialen entnommen. Währenddessen werden seine Freunde getötet. Doch der Häuptling sinnt auf Rache.

Mit beeindruckenden Bildern der Landschaft Montanas gelang dem Regisseur Pierce ein sehr anmutiges und stimmungsvolles Western Epos.

Doch fanden schon Stilmittel ihren Einsatz die wenig innovativ wirken. Mit Zeitlupen, Shoot-outs und Schnittmontagen versuchte Pierce sich an den großen Vertretern des Genres zu messen. Dies ist zwar nicht verkehrt, passt auf Hinblick der Story eher weniger.

WINTERHAWK gibt es auf VHS und DVD. Auf DVD ist er von PIDAX erschienen und bietet sehr gute Bild und Tonqualität. Die damalige VHS Auflage ist unter dem VHS Titel “R.E.D. – Das Wiegenlied der Rache” erschienen, jedoch ohne Altersangaben, und vermutlich nur gekürzt.