Witchboard – Die Hexenfalle (1986)

Jim und Linda, ein jungverliebtes Paar ziehen zusammen in eine alte viktorianische Villa. Bei ihrer Einweihungsparty unterhält Brandon, ein ehemals guter Freund von Jim, die Gäste mit einem magischen Spiel, dem Witchboard. Einem Brett welches Kontakt mit Verstorbenen herstellen kann. Brandon nimmt mit David Kontakt auf, einem kleinen Jungen der bei einem Unfall sein leben ließ. Die Party endet sehr abrupt als ohne ersichtlichen Grund ein Reifen an Brandons Auto explodiert. Linda, von der Vorführung des Witchboards sichtlich beeindruckt, fühlt sich immer stärker zu dem Brett hingezogen, das Brandon in der Aufregung im Haus vergessen hat. Was als Spaß begann, wird zum tödlichen Ernst. Zusehends verfällt Linda dem Bann des Witchboard und wird total besessen. Irgendetwas scheint von Linda besitz zu ergreifen und so geschehen die ersten Todesfälle und unerklärbare Vorgänge.

Es gibt unzählige Horrorfilme die sich mit Okulten beschäftigen, sei es Mega Hollywood Produktionen oder aber auch B – Movie Schmieden. Manche sind ein Augenweide und manch andere sind eine Zumutung für den Zuschauer. Zu Witchboard kann man sagen ein B – Movie der eine Augenweide ist. Man sollte zwar keine mega krassen Effekte erwarten, aber Witchboard hat mehr zu bieten als nur Splatter Szenen ohne Ende. In Witchboard wird gezielt die Spannung aufgebaut, die erste hälfte des Films hat zwar ein langsames Erzähltempo, aber dies dient dazu die Charaktere im Film näher kennen zu lernen. Den Erzählstil und Tempo hat Regisseur Kevin Tenney zu verantworten, auch für das Drehbuch war er zuständig. Für die musikalische Untermalung war sein Bruder Dennis Michael Tenney an den Instrumenten tätig. Witchboard ist ein B – Movie der sich aber hinter den vielen Produktionen nicht verstecken braucht.

“Hexerei oder doch nur Humbuk?”

Auf Megaeffekte und massig Blut wurde gezielt verzichtet, der Spannungsaufbau stand im Vordergrund, in der Mitte des Film Wizchboard kommt man so langsam hinter einige Geheimnisse und Geschehnisse der Vergangenheit. Die Schauspieler wirken realitisch und authentisch, nichts wirkt extrem künstlich oder gespielt. Für manche Zuschauer dürfte die Hauptdarstellerin Tawny Kitaen ein Augenschmaus sein, jedoch blieb ihre Filmkarriere aus, statt dessen ist oder war sie Stammgast beim Richter und Einrichtungen zur Suchtbekämpfung, sei es Alkohol oder Drogen. Von den anderen Darstellern ist leider nicht viel bekannt, was ich sehr schade finde, aber nicht aus jedem B- Movie Darsteller wird mal ein Star! Witchboard kann mit guten inszenierten Kamerafahrten dienen, Kunstblut wurde dezent eingesetzt, dies lässt Witchboard oft nicht als Low -Budget Film wirken, ihre Schauspieler tragen ihren Teil zu bei. Witchboard gibt es nur auf VHS, die DVD Veröffentlichung ist ein Bootleg. Wieso dieser Film aus dem Handel verschwand kann man heutzutage kaum noch nachvollziehen. Es gibt heute viel schlimmere Streifen! Witchboard ist ein netter, unterhaltsamer B – Movie Horror Film den man nicht vergessen sollte. Gute Idee mit guter Umsetzung sind dem Regisseur gelungen, es muss nicht immer Splatter sein! Es gab noch zwei Fortsetzungen von Witchboard, die inhaltlich fast identisch sind.

Ich gebe dem Film 9 / 10 Punkten

@ Stefan Retro

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