Zeit der Geier (1983)

Ramon, der wohlhabendste des gesamten Carcia-Clans, liegt im Sterben. Nicht ohne Hintergedanken ruft er seine Familie zu sich nach Acapulco. Sie kommen alle – und in ihren Augen schimmert die Hoffnung und der Glanz des Geldes. Aber die Sterne des Clans stehen schlecht. Die Kristallkugel der Wahrsagerin offenbart den tragischen Untergang des ganzen Carcia-Clans. Tatsächlich ereignen sich auch nach Ankunft der Familienmitglieder in Acapulco unzählige Morde. Der Verdacht fällt sofort auf das schwarze Schaf der Familie, Carl Garcia. Auf eigene Faust versucht Carl seine Unschuld zu beweisen, doch seine Karten sind denkbar schlecht gemischt…


Horror und Thriller vermischte 1983 Regisseur Paul Leder mit dem Film ZEIT DER GEIER (Original: Vultures), der Titel lässt erahnen das es sich um einen Western handeln könnte, doch weit gefehlt.  Paul Leder war eher im B-Movie Sektor als Regisseur unterwegs. Viele seiner Werke sind bis heute sehr unbekannt und nur geringfügig auf DVD erschienen. Auch kann er sich mit ZEIT DER GEIER nicht unbedingt mit Ruhm bekleckern.

Die Story des Films ist oft sehr langatmig und dialoglastig. Das erfordert sehr viel Aufmerksamkeit vom Zuschauer und mindert leider auch oft den Schauwert der Story. Da nützt es auch nichts wenn man eine kleine Rige von B-Movie Darstellern im Cast vorweisen kann. Alle Darsteller agieren auf hohen Niveau und können in ihren Rollen überzeugen. Bedenkt man das manche von Ihnen bereits am Ende ihrer Karriere waren bzw. ihren Höhepunkt schon lange überschritten hatten.

ZEIT DER GEIER wurde mit Stuart Whitman, Yvonne De Carlo und Maria Perschy abwechslungsreich besetzt.

Doch der Plot wirkt gut konstruiert und kann vor allem zum Finale mit einem Twist aufwerten. Durch die langsame und ausufernde Darstellung der Story kann nur wenig Spannung aufkommen. Bislang ist ZEIT DER GEIER nur auf VHS in Deutschland erschienen. Ob diese Fassung gekürzt oder ungeschnitten ist, ist leider nicht bekannt.