Zeit des Grauens (1988)

Inhalt:

Ein Serienkiller geht um. Er mordet wahllos und entnimmt seinen Opfern Organe. Zwei Polizisten untersuchen den Fall. Dabei bekommen sie Hilfe von einer Frau, die immer am Tatort zu finden ist. Es stellt sich heraus, dass diese Frau eine Außerirdische ist. Sie kommt von einen interstellaren Gefängnisraumschiff. Hier ist etwas geflohen und auf der Erde gelandet. Gemeinsam gehen sie auf die Jagd.

Filmisches Feedback:

Das Grauen hält sich in Grenzen

Dieser TV-Zweiteiler vom Genreveteran Richard A. Colla (KAMPFSTERN GALACTICA, 1978) habe ich als einer der ersten Filme in der Kindheit gesehen. Er lief damals bei Sat.1 (da fielen die Kugeln in der Werbepause noch durchs Bild) und er war verteilt auf zwei Tage am Stück. Und mir hatte der Film eine Heidenangst damals bereitet. Bei neumaligen Sehen (gibt es auf YouTube) kamen wieder einige Szenen zum Vorschein, die ich in Vergessenheit geschickt hatte.

Was aber nicht heißt, dass man den Film vergessen kann. Die Mischung aus THE HIDDEN (1987), PREDATOR (1987) und einem Serienkillerstreifen ist durchaus gelungen und spannend. Was dem Film fehlt ist der Umgang mit Kreativität verteilt auf zwei Filme. Er ist schlichtweg zu lang. Ein ordentlich-krachender 90-Minüter hätte gereicht. So verpufft manch guter Ansatz in den tiefen Weiten des Untergrunds und der Belanglosigkeit. Der Film ist der Pilotfilm einer TV-Serie, die nach ein paar Episoden eingestampft wurde.

Die SFX, speziell die Masken, sind hier gut. Und auch sonst ist der TV-Film durchaus ansehbar. Die Schauspieler u.a. Joe Cortese (AMERICAN HISTORY X, 1998) und Maryam D´Arbo (JAMES BOND 007 – DER HAUCH DES TODES, 1987) spielen professionell ihre Nummer runter. Die Nebenrollen sind mit George Dzundza (DIE DURCH DIE HÖLLE GEHEN, 1978) und Robert Webber (DIE ZWÖLF GESCHWORENEN, 1957) gut besetzt. Für Webber war es die letzte TV-Rolle. Er starb 1989. Manchmal sollte man Filme eben in Erinnerung behalten wie sie sind.

Kurzweilig ist er, aber nur bei den Szenen bei dem das Monster gejagt wird und auftaucht. Alles Weitere ist belanglos.