Zurück zur Natur (1985)

Sie sind eigentlich eine ganz normale amerikanische Familie. Eines Tages aber hat Daddy die Schnauze voll vom Großstadtdreck: Er schnappt sich seine prüde Zicke … äh, Frau, seine geistesgestörten Kinder und seinen drogensüchtigen Hund und bricht dorthin auf, wo ein echter Amerikaner noch frei sein kann – in die unberührte Wildnis. Fortan haben die Möchtegern-Abenteurer alle Hände voll zu tun mit liebeskranken Grizzlies, aufgebrachten Pumas und schwulen Indianern. Das Chaos bricht aus.

Wenn man den Labelnamen “Troma” hört und liest, denkt man sofort als Filmfreak an allerfeinsten Trash, aber in diesem Fall weit gefehlt. Zurück zur Natur ist entstanden zu der Zeit wo Troma noch nicht so recht wusste für welches Genre sie sich entscheiden und einen Namen in der Filmszene machen. Zurück zur Natur ist eine Komödie im Stil von “Hot Shots” und die “Nackte Kanone”, ein Gag jagd den nächsten Gag, laufend passieren irgend welche Dinge, sei es bei den Hauptcharakteren oder aber auch wie man es kennt, passiert auch laufend was im Hintergrund. Manche Witze sind leider etwas flach und subtil, und die Pointe verpufft auch gelegntlich, aber viele Witze erzeugen beim Zuschauer dennoch den gewünschten Effekt. Als Regisseur für Zurück zur Natur war Charles Kaufmann zuständig, der uns auch schon den Klassiker “Muttertag” präsentierte, leider hatte Kaufmann nicht allzu viele weitere namhafte Erfolge. Die Sets vom Film sind einfach und primitiv gehalten, diesem Konzept ist Troma ja auch immer noch treu geblieben. Während des Film erzählt dem Zuschauer ein Sprecher vieles über die einzelnen Rollen und Szenen des Films, an machen Stellen wirkt dies etwas deplaziert und abgedroschen, aber dennoch sehr informativ, und die Idee eine Art Dokumentation da miteinzubauen ist sehr interessant. Für Fans von absurden Komödien, Tromafans und Leute die sich einen Partyfilm mal wieder gönnen möchten, ist Zurück zur Natur ein Tipp. Den Film gibt es auf VHS und DVD, obwohl die VHS Version laut Angaben etwas gekürzt wurde, kann mir zwar kaum vorstellen welche Szenen da der Schere zum Opfer gefallen sind, aber nun gut, er hat eine Freigabe von 16 erhalten. Fazit: Partyfilm pur!